Ich biete hier 2014 keine Auftragsshootings an, bin aber bei geeigneten Models bzw. Ideen gerne zu einer Zusammenarbeit auf TFP-Basis bereit. Es fließt kein Geld, beide Seiten dürfen die entstandenen Bilder für ihr Portfolio nutzen. Shootings sind im Raum, Koblenz/Bonn und gelegentlich Stuttgart möglich. Bei Interesse: Meldet euch! Ich heiße Marc und beiße nur donnerstags.

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Sandisk Eye-Fi 4GB

Gear Talk: D800 & Eye-Fi, ein Dreamteam für unterwegs?

Ich bin ein großer Fan des tethered shooting, also der Möglichkeit gleich während des Shootings die entstandenen Bilder auch in größerer Version sehen zu können. Dies gilt allerdings nur in bestimmten Situationen. Nützlich finde ich das insbesondere bei Themen, die viel Aufmerksamkeit für Details erfordern (z.B. aufwendige Beauty-Shoots) oder wenn man Neues ausprobiert. Ansonsten kann ein ständiger Blick auf einen Monitor oder ein Tablet für das Model und den Shootingverlauf genauso störend wirken wie der andauernde Blick auf das Kameradisplay. Als Fotograf sollte die Aufmerksamkeit während des Shootings möglichst dem Model gelten und nicht der Technik.

Solange man jedoch nicht nach jedem Bild vor lauter Unsicherheit (oder OCD) zu Tablet oder Laptop rennt, kann Tethering aber auch ein belebendes Element sein. Viele Models freuen sich, während des Shootings schon erste Ergebnisse auf einem vernünftig großen Display zu sehen und sind danach noch viel motivierter. Bei Beauty-Shoots lohnt es sich, wenn die beteiligte Visagistin während des Shootings die Bilder sieht. Erfahrungsgemäß fallen ihr kleine Probleme (wie z.B. lose Haarsträhnen oder fehlendes Puder) eher auf, als dem Fotografen, der während des Shootings noch viele andere Dinge zu bedenken hat.

Im Studio lässt sich ein solches tethering einfach mit einem verlängerten USB-Kabel durchführen (mehr dazu demnächst). Aber unterwegs? Nachts in der City?

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Wer möchte schon on location mit einem langem Kabel rumlaufen über das immer jemand stolpern kann. Als Lösung für unterwegs bieten sich also drahtlose WiFi-SD-Karten an. Doch lohnt sich das an einer Nikon D800 mit entsprechend großen Dateien? Ist die Geschwindigkeit überhaupt praktikabel? Getestet habe ich eine von Sandisk hergestellte Eye-Fi-Karte mit 4GB Kapazität. Mehr als 4GB brauche ich nicht, da die Bilder drahtlos übertragen werden und die Karte automatisch wieder Platz frei macht, sobald es eng wird. Die eigentlichen RAW-Daten landen auf der CF-Karte, die Eye-Fi-Karte übernimmt in diesem Fall nur jpg-Daten.

Da war also schon die erste Ernüchterung: RAW-Übertragung mit der Eye-Fi kann man getrost vergessen. Die teureren Karten bieten dies zwar an, jedoch will bei einer Übertragungsdauer von bis zu mehreren Minuten keine rechte Freude aufkommen. Für eine erste Vorschau zur Überprüfung der Einstellungen on location reicht aber locker auch eine jpg-Datei und da begeistert die Karte schon erheblich mehr. Sie baut im direct mode selbstständig ein WLAN auf und überträgt anstandslos und je nach Dateigröße schnell alle Bilder an Tablet oder Laptop mit installierter Eye-Fi-App. Auch hier gilt: Weniger ist mehr. Für die Auflösung eines Tablets reicht bei der D800 die Bildgröße S (immerhin noch 9 Megapixel) zur Beurteilung von Fokus und Belichtung aus und die Übertragung ist in wenigen Sekunden erledigt.

Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit erscheinen für diese Zwecke in jedem Fall ausreichend. Allzu groß sollte die Entfernung zwischen Kamera und Tablet aber nicht sein, da sonst die Geschwindigkeit leidet. Tatsächliche Abbrüche habe ich bisher nicht erlebt. Etwas anders sieht es beim Transfer über den heimischen Router aus, der mir langsamer und unzuverlässiger vorkam, insbesondere wenn der Router mehr als ein paar Meter entfernt ist. Da gefiel mir die Direktverbindung deutlich besser.

Ein netter Nebeneffekt: Die Größe der “Produktion” entscheidet mit darüber, wie sehr einen an belebten Plätzen die Passanten in Ruhe lassen. Bei dem gezeigten Shooting war ich mit zwei Assistenten unterwegs: einer für den Blitz, eine für das Tablet. Scheinbar hält einem das nachts selbst angetrunkene Jugendliche vom Hals.

Klare Empfehlung… auch ohne die Jugendlichen!

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